Viele Bereiche öffnen sich mittlerweile für die Gender-Thematik. Dazu gehören auch solche beruflichen Felder, die eigentlich sonst immer nur von Männern eingekleidet wurden. Nachstehend fällt der Blick auf den Bereich der Polizei, der schon seit längerem ein fester Arbeitsort für Frauen wurde. Es lohnt sich ein Blick auf die Geschichte, ab wann Polizistinnen in den Dienst traten. Zudem soll aufgezeigt werden, welchen positiven Effekt Frauen im Polizeidienst für die Behörde haben.

Polizistinnen schon länger im Einsatz

Polizistinnen sind für Viele schon Gewohnheit. Und das nicht ohne Grund. Denn ab dem März 1990 wurden die ersten Polizistinnen selbst im Freistaat Bayern aufgenommen. Damals war das eine Sensation, welches heutzutage bereits Tradition ist. Es ist ein Vorteil für alle Beteiligten, dass sich nun mittlerweile sehr viele Frauen im Dienst im Streifenwagen befinden. Denn oftmals ist ein Doppelgespann von Mann und Frau im Einsatz als bewusste Durchmischung zu sehen.

Die damaligen Ministerpräsidenten Lang und Strauß waren lange Zeit gegen Frauen bei der Polizei. Edmund Stoiber hingegen öffnete dann als Innenminister die Möglichkeit für Frauen. Nun sind mittlerweile 22 Prozent als Frauenanteil bei der Polizei beschäftigt. Sie sind zu einer festen Einheit geworden und zählen oftmals zu den Besten. Sie fungieren gerade in emotionalen Situationen sehr ausgleichend und deeskalierend. So ist oftmals keine Gewalt von Nöten, sondern die aggressiven Personen beruhigen sich wesentlich schneller in Anwesenheit von Polizistinnen. Wenn es um das Thema häusliche Gewalt geht, haben sie ein sehr gutes Mitgefühl, welches die Opfer zu schätzen wissen. Männer gehen damit manchmal etwas trockener und somit härter um.

Das sind nur einige Beispiele, warum Frauen zum Thema Geschlechterrollen einen großen Gewinn für die Polizei darstellen. Dennoch sind einige Punkte zur Gleichberechtigung innerhalb der Dienststellen und den innerbetrieblichen Karrieremöglichkeiten zu verbessern. Dazu gehören die Aufstiegsmöglichkeiten selbst. Noch immer sind Leitungspositionen mit Frauen unterpräsentiert und die Männer sehr dominierend in diesem Bereich. Da ist noch viel Arbeit zu erledigen. Denn gerade Frauen zeigen exzellente Führungsqualitäten, die im Öffentlichen Dienst ungenutzt bleiben.